Reiserecht-Tipps

AGB: Gleichlauf von Absagefrist und Restpreisfälligkeit
Die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg hat in den letzten beiden Jahren sehr viele Abmahnungen an Reiseveranstalter versandt, welche in ihren AGB keinen Gleichlauf zwischen der letzten Absagemöglichkeit des Veranstalters wegen Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl und des Fälligkeit der Restzahlung vorsahen. Nach der Rechtsrechung des BGH und dem neuen Urteil des LG Heilbronn vom 1.12.2006 - 8 O 240/06 ist dieser Gleichlauf der Fristen jedoch notwendig um dem Zug-um-Zug-Prinzip des § 320 BGB zu entsprechen (Führich, Reiserecht, Rn. 155, 591).

Bitte ändern Sie ihre AGB, wenn die sie z. B. feststellen, dass sie die Reise wegen Nichterreichen der Teilnehmerzahl bis 1 Woche vor Reisebeginn absagen wollen, der Restpreis jedoch bereits 4 Wochen vor Reisebeginn fällig gestellt wird. Richtig wäre ein Gleichlauf der Fristen von 2, 3 oder 4 Wochen.

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Literatur zum Thema:

Führich, Reiserecht, 5. Auflage, Rn. 155, 591
Führich, Reiserecht von A-Z, 2007, Stichwort: Mindestteilnehmerzahl

Diese Hinweise können unter namentlicher Nennung der Quelle
www.reiserecht-fuehrich.de
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